Im Rahmen des von der Heinz Sielmann Stiftung angebotenen Umweltbildungsprojekts setzten die Klassen 3a und 3b verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt um. Unter Anleitung von Experten brachten die Kinder Nisthilfen der Oberland Werkstätten an, befüllten Insektenhotels und installierten eine Igelkuppel direkt in ihrem eigenen Schulgarten.
Das Projekt verfolgt das Ziel, den Schülerinnen und Schülern ein praxisnahes Verständnis für Naturschutz und Artenvielfalt zu vermitteln. Der großzügige Schulgarten der Grundschule, am Stadtrand und in direkter Waldnähe gelegen, bietet dafür ideale Bedingungen.
Pflanzen und Tiere kennenlernen
„Das Insektenhotel ist ein Zuhause für die Käfer“, rief eine Schülerin laut während der Einführung von Carl-Christian Wippermann, Leiter von Sielmanns Biotopverbünden Südbayern. Die rege Teilnahme der Kinder freute den Naturschützer sehr: „Genau das wollen wir erreichen, nämlich dass die Kinder sich in die Tiere und Pflanzen einfühlen können. Empathie ist die wichtigste Voraussetzung für den respektvollen Umgang mit der Natur und den Wunsch, sich für ihren Schutz einzusetzen.“
Schulleiterin Dr. Bärbel Weixner betont, warum die Vermittlung von Artenkenntnis an ihrer Schule besonders wichtig ist: „Unsere Kinder wachsen in einem städtischen Milieu auf. Wir haben eine diverse Schülerschaft aus verschiedensten Nationen und mit unterschiedlicher sozialer Herkunft. Viele Kinder hatten bisher keine Berührung mit dem Naturschutz und besitzen keine Artenkenntnis. Daher ist es besonders wichtig, sie frühzeitig für das Thema zu sensibilisieren.“
Artenkenntnis als Alltagskompetenz
Die neu installierten Nisthilfen, Tränken und Tierbehausungen müssen in Zukunft regelmäßig gepflegt werden. Damit sind für die nächsten fünf Jahre Joachim Strobl und Sven Ott, Gründer des Projekts Artenvielfalt aus Großweil, beauftragt. Bei der Instandhaltung und dem Monitoring der Tierarten werden die Kinder fest eingebunden. Im Schulalltag füllen sie die Vogeltränken auf und sind angehalten, verschiedene Arten zu beobachten.
Der Praxistag fand im Rahmen der Projekttage Alltagskompetenzen statt, die im Lehrplan der Grundschule integriert sind. An vier weiteren Tagen werden noch andere Bereiche wie Finanzen und Medien mit den Kindern behandelt. Dass Natur- und Artenwissen eine der wichtigsten Alltagskompetenzen ist, die auch an Schulen vermittelt werden muss, steht für Carl-Christian Wippermann fest: „Für die Heinz Sielmann Stiftung ist die Umweltbildung ein ganz zentrales Ziel. Denn nur, was man kennt, das schützt man auch“, erklärt Wippermann:„Einige der heutigen Schülerinnen und Schüler werden hoffentlich die Naturschützer von morgen sein.“
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